Informationsportal: Respekt in der Fahrausbildung
Treuhandverein für Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit e. V. – in Abstimmung mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg

Fahrlehrer:innen & Mitarbeitende – professionell handeln, geschützt bleiben

Diese Seite richtet sich an Fahrlehrer:innen, Bürokräfte und weitere Mitarbeitende von Fahrschulen. Sie behandelt sowohl den professionellen Umgang mit Lernenden als auch den Schutz von Mitarbeitenden vor sexueller Belästigung.

Sie können Betroffene sein – und Sie tragen als Lehrkraft zugleich besondere Verantwortung. Lernende nehmen Sie als Person am längeren Hebel wahr.

1) Professionalität im Alltag

Do

  • Respektvolle, neutrale Sprache.
  • Abstand & Sichtbarkeit (z. B. Türen offen, Sitzposition beachten).
  • Klarer Ausbildungsbezug; private Themen meiden.
  • Konsequente Dokumentation von Vorfällen.

Don’t

  • Sexualisierte Witze/Kommentare zu Aussehen/Kleidung.
  • Privatnachrichten mit Doppeldeutigkeit.
  • Unnötige Berührungen/„Zufallskontakt“.

2) Konkrete Beispiele (Theorie & Praxis)

Theorie

  • Scherze über Körperteile/Kleidung einzelner Lernender.
  • „Auflockerungs“-Witze mit sexualisiertem Inhalt.
  • Unangemessene Memes in Klassengruppen.

Praxis

  • „Beim Anschnallen helfe ich“ – Berührung ohne Notwendigkeit.
  • „Heute fahren wir mal irgendwohin, nur wir zwei“ – ohne Ausbildungsbezug.
  • Einladungen/Komplimente mit Unterton nach Feierabend.

3) Wenn Sie betroffen sind

  1. Klare Grenze: Ruhig formulieren, Verhalten benennen.
  2. Dokumentation: Zeitnahes Protokoll (Fakten, Wortlaut).
  3. Unterstützung: Kollegium/Leitung einbeziehen.
  4. Externe Hilfe: Beratung nutzen.

4) Musterformulierungen (kurz)

5) Mini‑Protokoll (Dokuvorlage)

Datum/UhrzeitBeteiligteVorgang (Wortlaut/Fakten)Maßnahmen
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